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Selbstbewusstsein – Was ich gern früher gewusst hätte

Was ich gern früher für mein Selbstbewusstsein gewusst hätte

30 – jetzt ist sie da und es ist mehr als eine Zahl. Für mich und mein Selbstbewusstsein.

Puuuh, jetzt ist es also an der Zeit, die 20er Revue passieren zu lassen. Niemals mehr wird man jemals mehr erleben. Da bin ich mir bereits sicher. Mein Selbstbewusstsein katapultierte mich in unendliche Tiefen und dann wiederum in schwindelerregende Höhen. Es war eine unfassbar prägende Zeit – für mein gesamtes weiteres Ich.

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Selbstbewusstsein stärken – nicht einfach in den 20ern

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Der Start in die Berufsausbildung. Noch heute hängt mir “Lehrjahre sind keine Herrenjahre” im Ohr. Das erste eigene Gehalt, um dann völlig befreit alles in einem Rutsch auszugeben. Mit dem ersten Geld wird man mobil. Man erlebt Sommer voller Schmetterlinge im Bauch – die erste richtige Beziehung, die erste richtige Trennung und dann fängt es wieder von vorne an. So fühlt sich also Erwachsen sein an. Dann der Auszug von Zuhause und man wünscht sich zurück in sein Jugendzimmer – ins frisch gemachte Bett. Aber jetzt bist du neu in einer Stadt voller Unbekannter und hast nicht mal eine Müslischale im Schrank. Aber darauf kommt es jetzt nicht an. Die Welt ist voller Möglichkeiten. Plötzlich geht schon das Semester los. Erstes Semester. Zweites Semester. Drittes Semester im Ausland und wieder ein Fremder. Reiß dich zusammen, das Studium ist keine Party. Ohne Disziplin geht es nicht voran. 

Und dann? Das Studium ist vorbei und jetzt heißt es Arbeiten. Wieder eine neue Stadt. Wieder neue Menschen. Sich wieder neu erfinden. Mal wieder ein Weg aus dem gewohnten Umfeld, hin zu einem neuen Zuhause. 

Das sind alles Herausforderungen, die in den 20ern auf so ziemlich jeden von uns warten. Sie lassen unser Selbstbewusstsein leiden und stärken unser Selbstbewusstsein. Was ich in meinen 20ern gelernt habe und gerne schon früher gewusst hätte, hab ich für dich aufgeschrieben. 

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Selbstbewusstsein hart erlernt 

Selbstbewusstsein hat man? Never. Hier 12 Anekdoten, die meins geprägt haben.

1. Beziehungs(un)fähigkeit lernen

Schmetterlinge im Bauch und trotzdem hältst du Kino für das perfekte erste Date? Wird schon schiefgehen. Denn irgendwann ist sie einfach da. Die erste richtige Beziehung. Du erlebst, was Liebe eigentlich bedeutet und was für verrückte Sachen sie mit einem machen kann. Einerseits das großartigste Gefühl der Welt, andererseits kann sie dich auch zum unglücklichsten und einsamsten Menschen auf dem Planeten machen. Und davon bekommt man den Hals nicht voll!

Was ich in meinen 20ern gelernt habe? Du kannst nicht in mehr als eine Frau verliebt sein, denn das Führen paralleler Beziehung ist einfach zum Scheitern verurteilt. Darüber hinaus bin ich nicht der Typ für langfristige Fernbeziehungen und Leute, es ist absolut absurd, vor seinen wahren Gefühlen wegzulaufen. Belanglose Flirts und das Gefühl nicht allein sein zu wollen, machen einen langfristig nicht glücklich. Der Aufbau einer neuen Beziehung macht dich auch nur dann glücklich, wenn du mit dem Alten vollständig abgeschlossen hast – Gefühle vergessen nicht. 

2. Selbstbewusstsein braucht ein stabiles Gerüst

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Eine kleine Lüge hat noch keinen umgebracht – das denkst du! Aber was ist, wenn aus der einen kleinen Lüge, viele kleine Lügen zu einem riesigen Lügengerüst werden? Das Gerüst wird früher oder später in sich zusammenbrechen. Ehrlichkeit, vor allem in schwierigen Situationen, erfordert Kraft und mehr Selbstbewusstsein. Doch es ist ein Kampf, dem man sich stellen muss. Aber nur so kannst du gewinnen. Ehrlichkeit schmerzt weniger als eine Lüge, denn diese verfolgt dich über lange Zeit und unerbittlich. Das gilt insbesondere in Beziehungen. Lass dir gesagt sein: Verliebte sind gute Stalker und digitale Kommunikation vergisst nicht! Lügen haben kurze Beine – und diese sind durch Facebook, Insta, WhatsApp und Co. noch etwas kürzer geworden.

3. Mit Leistung raus aus der Komfortzone

Dein Jugendzimmer ist dir noch in guter Erinnerung? Und das Abi war schon anstrengend? Ganz egal für welchen Weg du dich entscheidest, es wird etwas von dir verlangt werden. Du wirst deine Komfortzone verlassen müssen. Ich kann mich noch lebendig an meine Lerneinheiten am Küchentisch in meiner WG erinnern – Statistikbuch aufgeschlagen, Taschenrechner daneben und immer den Kopf oben halten. Ohne Disziplin gibt es keinen Erfolg. Hinter jedem Erfolgserlebnis steckt Arbeit. Infolgedessen ist es an dir, den Leistungswillen zu entwickeln, der dich von den Anderen unterscheidet. Und du weißt doch auch, dass niemand, egal in welcher Generation auch immer, etwas geschenkt bekommt.

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4. Die reudige “Work-life Balance” kommt nicht von selbst

Aber jetzt nicht zu schnell in eine Richtung laufen und nur noch in die Arbeit stürzen. Es soll schon BWL-Studenten gegeben haben, die nach 5 Jahren in der Bib nach dem Studium in der sozialen Isolation aufgewacht sind. Obwohl, das Rezept kenne ich natürlich auch. Man mischt berufliche Probleme mit privaten und diese sind meist die schwierigsten und tiefgründigsten. Aber da gibt es schließlich noch die Arbeit oder das Studium – zur Ablenkung. Dabei werden sich die Probleme schon in Luft auflösen. Pustekuchen! Arbeit löst keine privaten Probleme, Arbeit hilft nur, sie für kurze Zeit zu verdrängen – und nach Feierabend ist alles wieder beim Alten. Also, Arbeit ist nicht alles! Es ist an jedem die Balance zu finden, mit der man sich wohlfühlen kann. Diese Balance wird immer mal wieder ins Ungleichgewicht geraten – aber es ist an dir zu lernen, wie du dein Leben in Einklang bringst.

5. Probleme sind gar nicht so dramatisch (wenn wir uns um sie kümmern)

Und jetzt hast du die Balance und deine Probleme lösen sich trotzdem nicht in Luft auf?! Es wird somit Zeit zu lernen, wie man mit Problemen umgeht. Lachen löst sie übrigens nicht. Auf der Party kannst du sie auch nur kurz vergessen – und der Kater kommt am nächsten Morgen gleich mit den Problemen zurück. Glaub mir! Sich mit seinen Problemen zurückzuziehen und nicht darüber zu sprechen, katapultiert einen in eine Situation der Ausweglosigkeit. Es geht darum zu lernen, sich selbstbewusst den Problemen (ja, wir sagen Herausforderungen) zu stellen. Unsere Probleme verschwinden nicht von heute auf Morgen – der einzige Weg ist sich den Problemen zu stellen. Dafür braucht es natürlich wieder mehr Selbstbewusstsein. Ein Teufelskreis dieses “Erwachsen werden”. 

6. Lieb dich selbst – aber nicht nur Dich! 

Und obwohl wir jeden Tag tausend Problemchen mit uns durch die Gegend tragen, fühlen wir uns doch wie ein Löwe, dem die Welt zu Füßen liegt. Das Ego fliegt in unbekannte Höhen. Zudem bescheinigen die Eltern einem einen “Höhenflug”. Dabei legt sich der Höhenflug wie ein rosarotes Tuch über das gesamte Leben. Alles erscheint etwas schöner als es ist. So kann man sich schon gut in seine eigene Welt flüchten. Hier ist es gemütlich! Aber ihr kennt ja alle das Sprichwort “durch die rosarote Brille” sehen – dabei kam allerdings am Ende seltenst was Gutes raus.

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Lass dein Ego dir also nicht im Weg stehen. Dein Ego sollte dir nicht den Blick über den Tellerrand verbauen. In zweierlei Maß messen ist da auch so eine Sache: Wie du mir, so ich dir war gestern. Fehler eingestehen und Fehler anderer zu akzeptieren ist eine wichtige Lektion. Bei all dem “akzeptieren” und “verstehen” lernt man sich lieben und spürt, dass es wichtig ist keinen Influencer-Idealen hinterherzurennen, sondern das eigene Ding durchzuziehen. 

7. Masken sind nur was für Karneval

Echt sein, authentisch sein, du sein und das von innen und außen – verstehe das erstmal! Und das in den Zeiten von VSCO-Filtern und Scheinleben in Social Media? Guck mal hier: #instagramvsreality. Und dann spätestens beim 10jährigen Abitreffen fällt dir auf, dass wir alle erwachsen geworden sind und manche ihren falschen Stolz abgelegt haben. Es bringt definitiv nichts, dich mit Idealen zu brüsten, die du die nicht in dir trägst und auch nicht tragen möchtest – eigentlich. Klar, es ist hilfreich gut auszusehen, sei es um einen Job zu bekommen, das Date, was man unbedingt möchte oder über 2000 Likes auf Instagram und Co. (und das nur mit einem minimalen Filter), aber am Ende zählt, wer du bist und was du fühlst und nicht wie viele Likes und Facebook-“Freunde” du hast. Deswegen habe ich die Maske abgenommen und versuche jeden Tag mein wahres Ich zu zeigen.

8. Schwäche zeigen nur die Selbstbewussten

“Hey, hör mal, ich hab da ein Problem …” Wie selten hörst du diese Frage von deinen Freunden, deiner Familie, deinem Umfeld? Nach meinem Auszug, den ersten Rechnungen und auch bei lapidaren Dingen wie dem Anschließen der Spülmaschine, hab ich mich erst nicht getraut, um Hilfe zu fragen. “Denn ich bin ja jetzt erwachsen”. Heute weiß ich: Nein, auch Erwachsene, unsere Eltern, Großeltern, Tanten und Onkel brauchen Hilfe und haben gelernt, sie einzufordern. Daher merke dir, auch, wenn du dich erwachsen fühlst, wirst du dich noch hilflos fühlen und glaub mir, es gibt immer jemanden, der dir aus der Misere helfen möchte. Voraussetzung: Du musst den Mund aufmachen! Nach Hilfe zu bitten ist folglich keine Schande, sondern eine Tugend.


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Entwickle dein Selbstbewusstsein

Dein Selbstbewusstsein ist mal wieder irgendwo zwischen unendlichen Tiefen und schwindelerregende Höhen? Lass uns den Weg gemeinsam mit vielen anderen gehen. Schritt für Schritt und immer mit einer positiven Einstellung. Dabei kann dir der Lebensgefühl-Ratgeber helfen. Mit dem Ratgeber erhältst du Empfehlungen und Tipps für die Entwicklung von deinem Selbstbewusstsein.


9. Den Ausgleich im Alltag unterbringen

Mit den ganzen “Herausforderungen” hat dich der Tag voll im Griff. Du kennst schließlich das Hamsterrad. Start ist am Montag. Finish am Freitag. Plötzlich ist schon wieder eine Woche um. Hier und da liest du zwar von Burnout – aber was ist denn mit denen? Dir kann sowas ja nicht passieren. Und was wenn doch? Dein penibel geplantes Leben gerät schneller ins Wanken als du denkst. Private und berufliche Herausforderungen warten an jeder Ecke. Das ist dir bestimmt bewusst. Es wird also langsam Zeit sich bewusst mit dem Thema “Ausgleich für ein forderndes Leben” zu beschäftigen. Ohne meine täglichen Workout-Session würde ich mittlerweile keinen Fuß mehr vor den anderen bekommen. Jeder braucht seine me-time. Wir müssen Ruhe finden, abschalten und unsere Batterie aufladen. Das versorgt uns mit der Kraft, auch die schwierigen Momente durchzustehen – denn die kommen definitiv! In diesem Sinne ist Vorbereitung immer besser als das Nachsehen zu haben.

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10. Die eigene Gesundheit – nicht gerade das Top-Thema in den 20ern

Schon mal davon gehört? Gesund sein. Man lernt, dass ein gesundes Leben die Voraussetzung für ein glückliches Leben ist. Mit Erkältung ist das Leben grau. Mit einer Grippe ist man ausgeknockt. Eine Verletzung kann einen für mehrere Monate außer Gefecht setzen – und über psychische Krankheiten wollen wir dann mal gar nicht reden. Im Alltag wird nebenher also gesundheitliche Vorsorge und Absicherung wichtig. Und das fängt sogar bei Kleinigkeiten an: Regelmäßig zum Zahnarzt, mal die Blutwerte checken lassen und gucken wie die Leber funktioniert. Aber mit Sport und einer ausgewogenen Ernährung kann man sich die meisten Wehwehchen schon vom Leib halten. Und das reicht häufig schon aus, für ein langes und glückliches Leben.

11. Und plötzlich bist du auf Augenhöhe

Das Thema Gesundheit erlebst du nicht nur am eigenen Körper. Deine Großeltern, Eltern und andere Verwandte werden nämlich auch nicht jünger. Während du körperlich stärker wirst, wird die Elterngeneration schwächer. Die Verantwortung in der Familie geht vom Schützling zum Schutzbefohlenen über. Du rückst damit mehr und mehr in die Verantwortung. Es ist an der Zeit Verantwortungsbewusstsein für dein Umfeld zu entwickeln. Wie sich deine Mutter und dein Vater früher um dich gekümmert haben, so beginnst du dich jetzt um sie zu kümmern. Jetzt geht es also um erwachsene Themen, die Liebe, den Tod und die Vergänglichkeit. Du hast das Ruder in der Hand. Mach was draus!

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12. Tausche die Traumwelt mit der Realität

Und es wird noch pathetischer – bleib trotzdem dran. Mit zunehmender Lebenserfahrung wird einem bewusst, wie privilegiert man durchs Leben geht. Hunger? Durst? Das Gefühl kennen wir nur bis zum Kühlschrank. Aber du hast mittlerweile gelernt, dass Hungersnot auch heute Realität ist. Auf meinen Auslandsaufenthalten habe ich Menschen in Not gesehen – und das sind keine Einzelfälle. Genau jetzt, in diesem Moment, leben 800 Millionen Menschen in Armut. Unter Umständen, die wir uns gar nicht mehr richtig vorstellen können. Du bist in der Blüte deines Lebens und hättest die Kraft zu helfen. Lass uns die Welt und unser privilegiertes Leben nicht als gegeben hinnehmen. Mit einem besonderen Status kommt auch besondere Verantwortung. Der Anfang ist das Zeigen von Dankbarkeit für die großartige Welt, in der wir leben. 

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Und jetzt kommst dein Selbstbewusstsein!

Ich habe es geschafft. Das alles ist in meinen 20ern passiert und glaub mir, ich hätte gerne schon vor meinem 30. Geburtstag gewusst, was da alles auf mich zukommt.

Und, hast du dich wiederentdeckt? Woran bist du in deinen 20ern gewachsen? Wie hat sich dein Selbstbewusstsein entwickelt? Schreibe es unbedingt in die Kommentare und mache uns die nächsten Jahrzehnte etwas leichter.

1 Kommentar zu „Selbstbewusstsein – Was ich gern früher gewusst hätte

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